Viagra – Wirkstoff Sildenafil – Ratgeber

Sildenafil ist einer der Wirkstoffe, der bei der Herstellung verschiedener Potenzmittel zum Einsatz kommt. Als bekanntester Vertreter gilt vermutlich das Medikament Viagra. Wer unter erektiler Dysfunktion leidet, kann nach Absprache mit dem Arzt auf Präparate mit Sildenafil zurückgreifen. Auf diese Weise kann die sexuelle Aktivität zurückgewonnen werden und auch psychischer Druck, den die Betroffenen häufig selbst auf sich ausüben, reduziert werden. Medikamente, die Sildenafil enthalten, sind allerdings verschreibungspflichtig, weshalb ein Besuch beim Arzt unabdingbar ist. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Einnahme bedenkenlos möglich ist. Alle Infos in unserem Ratgeber.

So wirkt der Stoff Sildenafil

Sildenafil wirkt sich auf die Blutgefäße aus und nimmt daher Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Wer Problem dahingehend hat, sollte sich umso intensiver medizinisch untersuchen lassen, bevor die erste Einnahme erfolgt.

Der Wirkstoff weitet die Blutgefäße. Damit schenkt er dem Blut mehr Raum, um sich durch diese hindurchzubewegen. Auf diese Weise wird eine verbesserte Durchblutung erreicht und der Blutdruck sinkt etwas. Das gibt einen ersten Hinweis darauf, wofür Sildenafil eigentlich angewendet werden sollte, doch dazu später mehr. Aufgrund der geförderten Durchblutung kann auch das männliche Glied besser versorgt werden und der Verwender kann leichter eine Erektion bekommen.

Wer sich von der Einnahme eine Erektion wie aus Geisterhand erhofft, wird enttäuscht. Das Präparat greift in körperinterne Prozesse ein, die erst einmal in Gang kommen müssen. Voraussetzung dafür ist eine sexuelle Erregung, die durch das Setzen von ausreichenden Reizen erreicht wird. Ist diese Reizgebung beendet, erschlafft die Erektion wieder, sie bleibt also keinesfalls über mehrere Stunden bestehen. Doch auch hierzu später mehr.

Sildenafil– vom Blutdrucksenker zum Potenzmittel

Ende des 20. Jahrhunderts begab man sich auf die Suche nach einem Wirkstoff, mit dem Patienten, die an zu hohem Blutdruck leiden, behandelt werden können. Man stieß auf Sildenafil und stellte eine Vielzahl von Untersuchungen und Experimenten an, um ein entsprechendes Medikament zu entwickeln. Im Jahr 1992 konnten die ersten klinischen Studien durchgeführt werden und man entdeckte Erstaunliches.

Die freiwilligen Testpersonen berichteten durchaus von einem gesenkten Blutdruck aber eine weitere Wirkung stellte sich ein. Die männlichen Probanden verspürten eine erhöhte Erektionsfähigkeit. Auf diese vermeintliche Nebenwirkung konzentrierte man sich fortan und nutzte Sildenafil zur Entwicklung eines Potenzmittels. Aus dem Hause Pfizer stammte das erste sildenafilhaltige Präparat Viagra, was Männern mit Potenzproblemen endlich wieder ermöglichte, sexuell aktiv zu werden. Pfizer meldete prompt ein Patent darauf an, um zu gewährleisten, dass nur diese Firma Potenzmittel mit Sildenafil herstellen und vertreiben darf.

Nichtsdestotrotz findet es auch weiterhin Anwendung bezüglich seines ursprünglichen Zwecks. Im Jahr 2006 erhielt Sildenafil die Zulassung, innerhalb der EU bei pulmonaler Hypertonie eingesetzt zu werden.

Wie kommt eine Erektion überhaupt zustande und wie greift Sildenafil in diesen Prozess ein?

Wie bereits erwähnt, bringt Sildenafil nicht wie durch Zauberhand eine Erektion zum Vorschein, sondern greift in körpereigene Prozesse ein, die erst einmal angestoßen werden müssen. An erster Stelle steht immer das Setzen sexueller Reize. Um diese ausreichend wahrnehmen zu können, sollte sich der Betroffene in einer entspannten Umgebung befinden und sich selbst nicht unter Druck setzen. Andernfalls wird dem Körper Stress signalisiert und er reagiert dementsprechend.

Stress sorgt evolutionsbedingt dafür, dass sich der Körper darauf vorbereitet, zu kämpfen oder zu flüchten. Demzufolge werden hauptsächlich die Areale des Körpers durchblutet, die dafür nötig sind. Das männliche Glied steht dabei hintenan.

Nur wenn sich der Konsument den sexuellen Reizen hingeben kann, beginnt der Körper, Stickstoffmonoxid auszuschütten. Das ist nötig, damit gewisse Enzyme stimuliert werden können, die wiederum dafür verantwortlich sind, dass cGMP gebildet werden kann. Dabei handelt es sich um einen zellulären Botenstoff, der Signale überträgt und somit ermöglicht, dass gewisse Prozesse im Körper stattfinden können. Somit trägt es unter anderem zur Entspannung der Muskelfasern im Penis bei. So fließt mehr Blut in das Glied hinein und eine Erektion kommt zustande.

Früher oder später wird der Botenstoff cGMP wieder abgebaut. Dafür ist ein Enzym namens Phosphodiesterase verantwortlich. Der Penis erschlafft also wieder. Wer unter einer erektilen Dysfunktion leidet, bildet dieses Enzym verfrüht oder in zu hohen Mengen, sodass eine Erektion schnell wieder verschwindet oder gar nicht erst entsteht. Genau an diesem Punkt greift der Wirkstoff Sildenafil ein.

Es ist ein sogenannter PDE-5-Hemmer, der den frühzeitigen Abbau von cGMP verhindert. Das männliche Glied kann demzufolge länger mit ausreichend Blut versorgt werden und es wird einfacher, eine Erektion zu bekommen bzw. diese ausreichend lang aufrechtzuerhalten.

Wann ist mit dem Eintreten der Wirkung von Sildenafil zu rechnen?

Der Wirkstoff Sildenafil benötigt etwa 70 Minuten, bis die maximale Konzentration im Blutplasma erreicht ist. Nichtsdestotrotz muss der Verwender nicht 70 Minuten warten, bis er eine Erektion bekommen kann. Das bedeutet schlichtweg, dass sich die Wirkungsweise zu diesem Zeitpunkt voll entfaltet hat. In der Regel ist nach 30 bis 60 Minuten mit dem Wirkungseintritt zu rechnen.

Wann genau es soweit ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die zu einem späteren Zeitpunkt noch genaue Erwähnung finden. Dazu zählen beispielsweise andere eingenommen Medikamente, der Konsum von Alkohol und auch psychischer Druck. Hinzu kommt, dass jeder Organismus anders auf gewisse Wirkstoffe reagiert und sie daher auch unterschiedlich schnell aufnimmt und verarbeitet.

Welche Nebenwirkungen können bei der Verwendung von sildenafilhaltigen Präparaten auftreten?

Wer ein Potenzmittel einnehmen möchte, muss erst einmal einen Arzt aufsuchen, denn Präparate, die Wirkstoffe enthalten, die Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System nehmen, sind in der Regel verschreibungspflichtig. Auch Medikamente mit Sildenafil sind nur auf Rezept erhältlich.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass verschiedene Nebenwirkungen eintreten. Deshalb muss im Vorfeld dringend ärztlich geprüft werden, ob der Patient das gewählte Präparat bedenkenlos einnehmen kann.

Da Sildenafil eigentlich den Blutdruck senken sollte, sind viele Nebenwirkung genau darauf zurückzuführen. Der Blutfluss wird erhöht, weshalb Verwender nicht selten im Gesicht erröten. Auch leichte Kopfschmerzen können eintreten, doch im Normalfall verschwinden diese recht schnell wieder.

Einige Konsumenten von Sildenafil klagen über das plötzliche Eintreten von erkältungsähnlichen Symptomen. Auch das ist auf die geförderte Durchblutung zurückzuführen. Die Nasenschleimhäute schwellen aufgrund der geweiteten Gefäße an und die Nase scheint zu verstopfen. Damit können auch Gliederschmerzen einhergehen.

Wer ein Schwindelgefühl verspürt, sollte vorsichtig sein, denn es sind auch Ohnmachtsanfälle möglich. Daher sollte man bei der Einnahme eines sildenafilhaltigen Präparats nicht allein sein.

Zudem sind Verdauungsprobleme möglich. Es können Magenkrämpfe, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen eintreten.

Es gibt Fälle, in denen die Nebenwirkungen schwerwiegender ausfallen. Das Vermögen zu Hören und auch zu Sehen kann eingeschränkt werden oder gar temporär verloren gehen. Sollte das der Fall sein, ist unverzüglich ein Arzt zu besuchen.

Wechselwirkungen mit Sildenafil – bei welchem Medikamenten ist Vorsicht geboten?

Wie bereits mehrfach erwähnt, senkt Sildenafil den Blutdruck. Wer also bereits zu niedrigen Blutdruck hat, sollte besonders vorsichtig sein. Nicht selten wird dieses Problem mit Medikamenten behandelt, mit denen bei der Einnahme von Potenzmitteln durchaus Wechselwirkungen zustande kommen können. Dazu zählen unter anderem Arzneimittel mit Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren.

Wer beispielsweise Alphablocker einnimmt, kann von Schwindelanfällen geplagt werden.

Das sind jedoch nicht die einzigen Medikamente, mit denen das Eintreten von Wechselwirkungen möglich ist. Allerdings kann diesbezüglich nicht jedes einzelne Präparat geprüft werden. Das ist ein weiterer Grund, warum es so wichtig ist, im Vorfeld einen Arzt aufzusuchen. Er sollte über die Einnahme sämtlicher Medikamente, auch wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind, informiert werden. Nur so können unschöne Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall kann der Arzt wertvolle Tipps geben, wie ihnen entgegengewirkt werden kann.

Doch nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit gewissen Nahrungsmitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen. Dazu gehört beispielsweise die Grapefruit. Sie enthält gewisse Stoffe, die dafür sorgen, dass Sildenafil nur sehr langsam abgebaut wird. Das löst keine offensichtlichen Probleme aus, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten, je länger der Wirkstoff im Körper verbleibt.

Für wen ist die Einnahme von Sildenafil nicht geeignet?

Da Sildenafil großen Einfluss auf die Arbeit des Herz-Kreislauf-Systems nimmt, müssen vor allem Personen, die an Erkrankungen diesbezüglich leiden, besonders vorsichtig sein. Erlitt jemand bereits einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, kann es sein, dass der Arzt kein Rezept für ein sildenafilhaltiges Potenzmittel ausstellt, sondern gemeinsam mit dem Betroffenen nach wirksamen Alternativen sucht.

Gleiches gilt, wenn der Patient ein verändertes Bild der roten Blutkörperchen aufweist, denn diese sind essentiell für die ausreichende Blutversorgung des gesamten Körpers.

Große Vorsicht ist zudem für Patienten mit Hämophilie, auch Bluterkrankheit genannt, geboten. Bei diesen Personen dauert es besonders lang, bis sich Wunden verschließen, da sie sehr dünnes Blut haben und es länger dauert, bis es gerinnt. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung von Sildenafil würde dieser Effekt verstärkt werden.

Im Rahmen der Nebenwirkung fand die Beeinträchtigung des Seh- und Hörvermögens bereits Erwähnung. Wer bereits erhebliche Probleme damit hat oder unter einer Augenkrankheit leidet, sollte ebenfalls nach einer Alternative suchen.

Von der Einnahme zweier potenzsteigender Mittel ist dringend abzuraten. Der Konsument sollte sich für eines entscheiden, um das Risiko, dass Nebenwirkungen eintreten, nicht unnötig zu erhöhen.

Auch wenn keine Vorerkrankungen vorliegen und auch keine anderen Medikamente eingenommen werden, mit denen es zu Wechselwirkungen kommen kann, ist es möglich, dass der Konsument allergisch auf den Wirkstoff Sildenafil reagiert oder sich eine Unverträglichkeit zeigt. Aus diesem Grund ist es wichtig, erst einmal mit kleinen Dosen zu starten, um genau das zu prüfen. Kommen keine Probleme zum Vorschein, kann die Dosierung bei Bedarf nach Absprache mit dem Arzt langsam erhöht werden.

Welche Potenzmittel enthalten Sildenafil? Zwei Beispiele

Wer an potenzsteigernde Medikamente denkt, hat vermutlich sofort das Bild von Viagra im Kopf. Tatsächlich war es das erste Präparat, in dem Sildenafil zum Einsatz kam. Doch als das Patent von Pfizer im Jahr 2013 ablief, durften auch andere Firmen Medikamente mit diesem Wirkstoff herstellen. In den USA musste man bis 2019 warten.

Da Pfizer bereits sämtliche nötigen Forschungen angestellt und Tests durchgeführt hatte, konnten sich die anderen Hersteller an einem Wirkstoff bedienen, der sich bereits bewährt hatte und schon jahrelang erfolgreich angewendet wurde. Sie mussten also keine großen Beträge mehr in die Forschung stecken, sondern konnten sich auf die Produktion konzentrieren. Das sparte Unmengen an Geld, weshalb es diesen Firmen möglich war, sildenafilhaltige Präparate zu einem günstigeren Preis anzubieten. Es kamen unzählige Generika auf den Markt wie beispielsweise Kamagra. Beide Präparate sollen nun genauer vorgestellt werden.

Das wohl bekannteste Potenzmittel Viagra

Wer Probleme mit der Potenz hat, denkt häufig zuerst an eine Einnahme von Viagra. Das geschieht zurecht, denn immerhin war es das erste Präparat, dass mit dem Wirkstoff Sildenafil versetzt wurde. Nach der Einnahme der Tablette dauert es etwa 30 bis 60 Minuten, bis die Wirkung eintritt. Das liegt schlichtweg an der Darreichungsform. Tabletten jeglicher Art müssen geschluckt werden. Anschließend müssen sie den Weg durch den Verdauungstrakt bis in den Magen zurücklegen und werden erst dort zersetzt. Ist das geschafft, kann der Wirkstoff Sildenafil die Magenschleimhäute passieren und so in den Blutkreislauf gelangen.

Ab diesem Zeitpunkt kann Viagra seine Wirkung bis zu 5 Stunden lang aufrechterhalten. Das bedeutet nicht, dass tatsächlich eine 5-stündige Erektion zustande kommt. Dieses weit verbreitete Bild schreckt viele Patienten ab, dabei entspricht es nicht der Wahrheit. Es handelt sich dabei lediglich um eine sehr selten eintretende Nebenwirkung, die allerdings sehr ernst zu nehmen ist. In diesem Fall muss schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, der sich diesem Problem annehmen kann.

Innerhalb der besagten 5 Stunden ist es möglich, eine Erektion zu bekommen, sofern die dafür nötigen sexuellen Reize gegeben werden. Nach dem Geschlechtsverkehr erschlafft das männliche Glied im Normalfall auf natürlichem Weg wieder.

Viagra richtig dosieren

Viagra Tabletten sind mit einem Wirkstoffgehalt von 25 bis 100 mg zu erwerben. Empfohlen wird meist eine Dosierung von 50 mg. Wer Viagra zum allerersten Mal verwendet, beginnt bestenfalls erst einmal mit 25 mg, um zu schauen, wie der Körper darauf reagiert. In einigen Fällen ist diese Dosierung bereits ausreichend, um eine Erektion zu bekommen. Ist dem nicht so, kann auf 50 mg erhöht werden.

Es kann auch passieren, dass diese Standarddosis nicht ausreicht. Dann sollte mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden, bevor auf eigene Faust auf 100 mg erhöht wird. Es ist möglich, dass erst einmal ein anderes Problem behoben werden muss wie beispielsweise übermäßiger Stress oder ein Mangel an Testosteron.

Die Ursache kann allerdings auch sein, dass der Körper erst einmal eine Weile braucht, bis die verantwortlichen Zellen genug Informationen über den Wirkstoff gesammelt haben und lernen, wie sie damit umzugehen haben. Es ist also durchaus möglich, dass Viagra erst nach der zweiten oder dritten Einnahme zu wirken beginnt.

Springt der Körper schlichtweg nicht auf den Wirkstoff Sildenafil an, sollte nach Alternativen gesucht werden. Möglicherweise erweisen sich Präparate mit Tadalafil als wirksamere Helfer.

Das indische Generikum Kamagra

Als das Patent von Pfizer bezüglich der Nutzung von Kamagra endlich ablief, widmete sich auch die indische Firma Ajantha Pharmaceuticals dem Wirkstoff. Unter dem Namen Kamagra bot es fortan eine günstigere Alternative zu Viagra an. Der Hersteller produziert es in verschiedenen Darreichungsformen und bietet nicht nur Tabletten, sondern auch Pulver und Oral Jellys zur Potenzsteigerung an.

Zudem ging Ajantha Pharmaceuticals einen Schritt weiter und brachte noch ein zweites Präparat auf den Markt. Es ist unter dem Namen Super Kamagra erhältlich. Es enthält nicht nur den Wirkstoff Sildenafil, sondern auch Dapoxetin. Dieser Wirkstoff ist seit dem Jahr 2009 in Deutschland zugelassen und schafft Abhilfe bei frühzeitigem Samenerguss. Mit Super Kamagra können also zwei Probleme mithilfe eines einzigen Präparats gelöst werden.

Wann beginnt Kamagra zu wirken?

Im Schnitt dauert es etwa 40 Minuten, bis eine Wirkung eintritt, wenn man sich für die Einnahme von Tabletten bzw. Pulver entschieden hat. Mit den Oral Jellys geht das Ganze etwas schneller, doch dazu gleich mehr. Ist das Sildenafil im Blutkreislauf angekommen, kann es bis zu 8 Stunden lang wirken. Auch hier ist das Zeitfenster gleichbedeutend mit der Möglichkeit, eine Erektion zu bekommen. Vor einer Dauererektion muss der Verwender im Normalfall keine Angst haben.

Kamagra richtig dosieren

Der Hersteller Ajantha Pharmaceuticals empfiehlt seinen Kunden, mit einer Dosierung von etwa 40 bis 50 mg zu starten. In den meisten Fällen reicht das bereits aus, damit eine Erektion zustande kommt. Ist doch eine höhere Dosierung nötig, sollte vorher unbedingt Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, der das Rezept ausgestellt hat. Sowohl bei Kamagra als auch Viagra ist die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen eintreten umso höher, wenn große Mengen des Wirkstoffs eingenommen werden.

Diese Vorteile bieten Oral Jellys

Wie bereits erwähnt, wirken Oral Jellys im Normalfall schneller als Tabletten oder Pulver. Doch woran liegt das? Zurückzuführen ist das Ganze auf die Art und Weise, wie der Wirkstoff Sildenafil vom Körper aufgenommen wird. Erklärt wurde bereits, dass Tabletten und Pulver erst einmal in den Magen wandern und verdaut werden müssen.

Oral Jellys hingegen müssen nicht geschluckt werden. Der Konsument legt sich das geleeartige Präparat einfach unter die Zunge und lässt es dort zergehen. Diese Form der Einnahme wird als sublingual bezeichnet. Der lange Weg durch den Verdauungstrakt muss nicht zurückgelegt werden, denn der Wirkstoff kann direkt von den Mundschleimhäuten absorbiert werden. Das geht um einiges schneller und der Konsument muss nicht so lang warten, bis die Wirkung von Sildenafil endlich eintritt.

Oral Jellys bringen noch einen weiteren Vorteil mit sich. Da sie nicht geschluckt werden müssen, ist die Einnahme sogar schon auf dem Weg nach Hause möglich, sodass die Wirkung bereits eingesetzt hat, sobald der Betroffene angekommen ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass es dann auch wirklich soweit ist, ist es zu empfehlen, auch die Oral Jellys mindestens eine halbe Stunde im Vorfeld einzunehmen.

Konsumenten von sildenafilhaltigen Potenzmitteln beklagen häufig den recht bitteren Eigengeschmack des Wirkstoffs. Nach der Einnahme von Tabletten bleibt dieser häufig im Mund zurück. Auch dafür hat Ajantha Pharmaceuticals eine Lösung gefunden und bietet seine Oral Jellys in verschiedenen süßen und fruchtigen Geschmacksrichtungen an, sodass die bittere Note kaum noch wahrnehmbar ist.

Bei der Einnahme von Oral Jellys gilt es allerdings zu beachten, dass erst einmal etwa 15 Minuten lang nichts gegessen oder getrunken werden sollte. Andernfalls könnte der Wirkstoff vorzeitig aus dem Mundraum entfernt werden. Auch wenn sich das Oral Jelly bereits vollständig aufgelöst hat, sollte diese Wartezeit noch eingehalten werden, um zu garantieren, dass der Organismus das Sildenafil vollständig aufgenommen hat.

Viagra oder Kamagra – wo liegen die Unterschiede?

Der wohl offensichtlichste Unterschied zwischen Viagra und Kamagra ist der Preis. Da Pfizer bereits sämtliche Forschungen übernommen hatte, können Hersteller wie Ajantha Pharmaceuticals eine Menge Geld sparen.

Hinzu kommt die Optik. Die Gesetzeslage sieht vor, dass sich Generika äußerlich vom Original unterschieden müssen, um den Konsumenten nicht in die Irre zu führen. Da Viagra blau ist, musste für Kamagra eine andere Farbe her und man entschied sich für grün.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Verwendung für Frauen. Beide Medikamente wurden eigentlich für den männlichen Gebrauch konzipiert. Doch auch einige Frauen würden sich gern an einem Potenzmittel bedienen. Deshalb gibt es Viagra auch für Frauen, beispielsweise unter dem Namen Pink Viagra. Eine solche Variante von Kamagra gibt es hingegen nicht.