Hagebuttenpulver – Behandlung von Krankheiten

Die Hagebutte wird schon seit dem Mittelalter in der Medizin verwendet. Ihre Anwendung erfolgt zur Behandlung verschiedener Krankheiten, wie zum Beispiel Erkältungen oder Magen- und Darmerkrankungen. Hagebuttenpulver erzielt gute Ergebnisse bei Arthrose.

Hagebuttenpulver als Nahrungsergänzung

Der Name „Hagebutte“ besteht aus zwei Wortbestandteilen. „Hage-“ deutet auf „Hecke“ hin. Die Bezeichnung stammt vom althochdeutschen Wort „hagan“, also „Dornenstrauch“. Das zweite Wort „Butte“ verweist auf die Bezeichnung „Butzen“, also das Kerngehäuse für Obst.

Hagebuttenpulver kommt aus getrockneten Früchten der Heckenrose (lateinisch: „rosa canina“). Die Bezeichnung „canina“ steht für „Hund“ und verdeutlich, dass die Hagebutte „hundsgemein“ und somit fast überall vorzufinden ist. Der Strauch ist ungiftig und befindet sich meistens wild an Waldrändern oder Hecken. Sein Vertreitungsgebiet ist neben Europa oder Nordamerika auch in Teilen Asiens oder Nordafrikas. Es handelt sich bei der Hagebutte um eine Scheinfrucht, die wiederum Samen enthält. Auch die Sträucher selbst werden als Hagebutte bezeichnet. Daneben existieren verschiedene Rosenarten, die ebenfalls Hagebutten-Scheinfrüchte bilden.

Zur Herstellung von Hagebuttenpulver werden Hagebuttenschalen und Samen bei höchstens 40 Grad Celsius getrocknet.

Botanisch handelt es sich nicht um eine Frucht, sondern um eine Sammelnussfrucht. Die Nüsschen, die sich im Innern befinden, werden von einem Blütenboden umgeben und formen so die Scheinfrucht.

Die Hagebutte enthält viele Vitamine. Vor allem das Vitamin C ist in der Hagebutte etwa 20 mal höher vorhanden als in einer Zitrone. Hinzu kommen Mineralstoffe, Spurenelemente, Fruchtsäuren, Gerbstoffe und Pektine. Der wichtigste Aktivwirkstoff ist das Galaktolipid, bei dem es sich um ein Molekül, bestehend aus Zucker und Fettsäuren, handelt.

Geschichte der Hagebutte

Es ist nicht exakt belegt, seit wann die Hagebutte verwendet wird. Spuren der Hagebutten gehen jedoch bis um etwa 3.000 v. Chr. zurück, wo bei Bauern Samen aufgefunden wurden. Auch die Kelten kannten die Wirkung der Hagebutten und verwendeten sie bei religiösen Kulten.

Die Hagebutte ist zudem eng mit der heutigen Kultur verbunden und bildete im Mittelalter eine Grundlage für Mythen und Aberglauben. Die Menschen der damaligen Zeit versuchten, Schicksale zu besänftigen, indem sie an Weihnachten oder zu Beginn eines Jahres Hagebutten aßen. Die damaligen Menschen erhofften sich, durch den Verzehr der Frucht, Pech abzuwenden. Daneben sollten die Früchte die Hexerei bekämpfen. Die Gründe, weshalb die Hagebutte mit der Macht über das Böse in Verbindung gebracht wird, liegt an ihrer Widerstandskraft. Die Frucht vermag etwas zu bewirken, was Menschen nicht so einfach können.

Auch im Christentum fand die Hagebutte Einzug. Sie symbolisiert dort Enthaltsamkeit und steht für Unbeflecktheit. Hagebutten werden daher auf christlichen Bilddarstellungen häufig in Verbindung mit Maria dargestellt.

Die Hagebutte wird auch in Streichen als „Juckpulver“ verwendet. Der Juckreiz entsteht durch die Härchen der Nüsschen, die sich im Innern der Scheinfrucht befinden und das Jucken durch winzige Widerhaken auslösen.

Studien zur Wirkung von Hagebuttenpulver

Da zermahlene Hagebutten schon seit Tausenden von Jahren verwendet werden, beschäftigten sich immer mehr Forscher mit entsprechenden Untersuchungen. Zwischenzeitlich erfolgte die zunehmende Erforschung von immer mehr Inhaltsstoffen. Es war möglich, herauszufinden, welche Substanzen sich auf Körper und Krankheiten auswirken. Mehrere Studien beschäftigten sich mit gemahlenen Hagebutten und ihrer Wirkung bei Arthrose. Es konnte nachgewiesen werden, dass Hagebuttenpulver nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch die Beweglichkeit von Gelenken verbessert. Die Verwendung chemischer Schmerzmittel, die den Körper belasten, lässt sich somit verringern. Andere Studien beschäftigten sich mit der Wirkung des Pulvers auf andere Erkrankungen. Die Erforschungen erfolgen weltweit. Allerdings stehen noch weitere Untersuchungen an, um letzten Endes ein vollständiges Ergebnis zu erhalten.

Wirkung von Hagebuttenpulver

Die Hagebutte hat als Heilmittel schon eine lange Tradition. Bereits der im ersten Jahrhundert lebende griechische Arzt Pedanios Dioskurides empfahl die getrockneten Hagebuttenfrüchte. Der Arzt Hieronymus Bock, der zwischen 1498 und 1554 lebte, wusste von der stopfenden Wirkung der Hagebutte. Ebenso verwendete der italienische Arzt Pietro Andrea Mattioli (1501 – 1577) die Hagebuttenbeeren gegen die Ruhr und die Kerne gegen Steinleiden.

Lange Zeit verwendete die Volksmedizin Hagebutten, Schalen und Kerne bei der Linderung von Nieren- und Blasenerkrankungen. Weitere Verwendung fanden Hagebutten bei Steinleiden sowie Gicht, Rheuma und Ischias.

Allerdings trug 1990 die „Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel“ vor, dass das wissenschaftliche Material die Wirkung von Hagebuttenpulver nicht belegen könne. Die „European Scientific Cooperative on Phytotherapy“ nannte Produkte aus Hagebutten und Hagebuttenschalen zur Linderung von Schmerzen, die durch eine Gelenkarthose, Erkältungen und Grippe hervorgerufen werden. Die „Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit“ wies auf den Gehalt an Vitamin C hin und erwähnte die Hagebutte als Mittel zur Stärkung des Immunsystems.

Eigenschaften des Hagebuttenpulvers

Alle als Nahrungsergänzungsmittel zugelassenen Pulver werden aus den Früchten der „rose canina“ gewonnen. Sie sind ungiftig, sind leicht bekömmlich und schmecken süßsauer. Werden sie richtig angewendet, lindert das Pulver Gelenkschmerzen und mindert Entzündungen.

Durch seine antioxidative Wirkung hilft das Pulver bei verschiedenen Beschwerden, wie Entzündungen, Alterserscheinungen oder Verschleiß. Es dient auch der Steigerung der Beweglichkeit und Verringerung von Schmerzen. Wird Hagebuttenpulver regelmäßig eingenommen, müssen andere chemische Schmerzmittel, wie zum Beispiel Tramadol oder Paracetamol weniger eingenommen werden.

Der hohe Vitamin C-Gehalt der Hagebutte, die ebenfalls enthaltenen Zuckerstoffe Fruchtose, Glucose und Saccarose und die Frucht- und Fettsäuren, fördern die Neubildung von Gelenkknorpel. Ebenso dient Vitamin A in Verbindung mit anderen Stoffen der Regeneration, fördert die Zellfunktion und unterstützt sogar die Gesundheit der Augen.

Inhaltsstoffe des Hagebuttenpulvers

Hagebutten enthalten zahlreiche Vitamine, von denen das Vitamin C (Ascorbinsäure) mit etwa 400 bis 500 mg auf 100 Gramm Hagebuttenpulver am höchsten ist. Der Gehalt an Vitamin C ist zwanzig Mal höher als bei Zitronen. In der Hagebutte befinden sich zudem die Vitamine A, B1, B2, E, H, K und P und weitere Mineralstoffe, wie Eisen, Natrium, Magnesium und Kalium. Hinzu kommen Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Calcium, ergänzt durch Pektine, Flavone, Fruchtsäuren und Pflanzenstoffe.

Aktiver Wirkstoff Galaktolipid

Hagebutte enthält den Aktivstoff Galaktolipid, der aus Zucker und Fettsäure gebildet wird. Erst im Jahr 2003 wurde dieser Wirkstoff nachgewiesen. Das Galaktolipid „GOPO“ konnte in höherer Konzentration im Hagebuttenpulver nachgewiesen werden und ist für viele positive Wirkungen verantwortlich. Allerdings ist die Verbindung nicht hitzebeständig. Galaktolipide zerfallen bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius unwiderruflich. Das wiederum verdeutlicht, wie wichtig eine schonende Herstellung des Pulvers ist. Durch seine Entdeckung konnte der Wirkstoff wissenschaftlich gezielt auf seine Wirkung untersucht werden. Mehrere Forschergruppen beschäftigten sich mit Galaktolipid und konnten umfassende Erkenntnisse über dessen Wirkung gewinnen.

Der CRP-Wert wird durch Galaktolipid beeinflusst und der entzündungshemmende Effekt wird erhöht. Bei „CRP“ (C-reaktives Protein) handelt es sich um ein Eiweiß, das Endzündungen innerhalb des Körpers anzeigt. Kommt es zu einer Infektion oder Entzündung im Körper, erhönt sich der CRP-Wert. Dieser Wert kann zudem im Blut gemessen werden. Daraus ist es möglich, weitere Rückschlüsse auf eine bestehende Entzündung im Körper zu ziehen.

Studien haben bewiesen, dass der CRP-Wert durch die Einnahme von Hagebuttenpulver deutlich gesenkt werden konnte. Daraus kann gefolgert werden, dass sich Entzündungen im Körper verringerten. Verschiedene Studien bewiesen, dass eine regelmäßige Einnahme von Hagebuttenpulver dazu führte, dass sich der CRP-Wert durch die Verbindung Galaktolipid schon nach zehn Tagen durchschnittlich um 39 Prozent verringerte. Dies bedeutet, dass der Effekt durch die Einnahme von Hagebuttenpulver nicht sofort, sondern erst nach einer regelmäßigen Einnahme eintritt.

Die weißen Blutkörperchen Leukozyten sind an den Reaktionen von Entzündungen in Gelenken beteiligt. Sie lösen als Folge von Entzündungen Gewebeschäden aus und führen zu Schmerzen. Leukozyten setzen zudem abbauende Enzyme sowie toxische Radikale frei, wodurch ein Gelenk geschädigt werden kann. Durch bestimmte Botenstoffe werden Zellen angelockt. So gelangen weiße Blutkörperchen an die Stelle, wo die Entzündung erfolgte. Die im Hagebuttenpulver befindliche Verbindung Galaktolipid kann das Anlocken der Leukozyten bremsen, wodurch wiederum weniger Leukozyten in das von einer Entzündung betroffene Gewebe wandern. Der Entzündungsprozess wird so gedämpft oder sogar völlig unterbrochen.

Galaktolipid reduziert auch LDL-Cholesterin. Eine mit Mäusen durchgeführte Studie ergab eine positive Auswirkung von Galaktolipid auf den Cholesterinwert. Der „Low-density lipoprotein Wert“ (LDL-Wert) sowie der Cholesterin-Wert wurden nachweisbar verringert.

Durch eine Studie konnte ebenfalls die Senkung des LDL/HDL-Verhältnis nachgewiesen werden. Zu hohe Werte von LDL, Cholesterin und des LDL/HDL-Verhältnisses, bieten Anhaltspunkte für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder einer Arteriosklerose. Allerdings muss die genaue Wirkung von Galaktolipid auf Cholesterinwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch weitere Studien detailliert nachgewiesen werden.

Galaktolipid ist in der Lage, die Beweglichkeit zu erhöhen. Sein entzündungshemmender Effekt führt zur Abschwächung von Entzündungsreaktionen in den Gelenken oder unterdrückt diese sogar völlig. Dies führt zu einer Beendigung der Zerstörung von Knorpel. Schmerzen werden dadurch gelindert und die Gelenke werden beweglicher.

Wirkung von Vitaminen und weiterer Inhaltsstoffe

Viele weitere Inhaltsstoffe des Hagebuttenpulvers besitzen ebenfalls positive Wirkungen auf die Gesundheit. Hierzu zählt natürlich zunächst der hohe Gehalt an Vitamin C. Nicht ohne Grund wird die Hagebutte als Vitamin-C-Bombe bezeichnet. Jedoch hängt der tatsächliche Gehalt von Vitamin C von weiteren Faktoren, wie Klima, Standort der Hagebutte und dem Herstellungsprozess des Pulvers ab. Hagebuttenpulver ist zudem reich an Mineralstoffen, von denen die Elemente Calcium, Magnesium und Kalium hervorzuheben sind. Hinzu kommen Spurenelemente wie Bor und Zink. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen Pektine, Zucker, Fruchtsäure und Gerbstoffe. Hagebuttenpulver enthält zudem in den Hagebuttenkernen fettes Öl. Weitere positive Wirkungen, die durch die Hagebutte hervorgerufen werden, sind die ungesättigten Fettsäuren, die bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielen.

Anwendung und Einnahmedauer von Hagebuttenpulver

Hagebuttenpulver zeichnet sich durch eine enorme Vielseitigkeit bei seiner Anwendung bei vielen verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden aus. Um seine antientzündliche Wirkung richtig zu entfalten, sollte Hagebuttenpulver wenigstens 3 – 6 Wochen eingenommen werden, bevor der gewünschte Effekt eintreten kann. Die volle Wirksamkeit zeigt sich ohnehin erst nach etwa 3 – 4 Monaten. Sollte allerdings auch nach diesem Zeitraum keine deutliche Verbesserung der Beschwerden erzeugt werden, empfiehlt es sich, einen anderen Entzündungshemmer zu verwenden.

Anwendung gegen Schmerzen

Hagebutten sind schmerzlindernd, hemmen Entzündungen und tragen dazu bei, neuen Knorpel zu bilden. Die dadurch eintretende Wirkung ist eine Schmerzlinderung, bei der der Körper nicht zusätzlich belastet wird. Patienten können durch die Verwendung von Hagebuttenpulver etwas gegen Schmerzen tun und müssen nicht befürchten, dass schädliche Nebenwirkungen eintreten.

Verwendung bei Leber- und Magenschmerzen

Menschen, die einen sensiblen Magen haben, können Hagebuttenpulver zur Magenberuhigung kaufen. Durch die Einnahme von Ibuprofen und Aspirin gegen Schmerzen wird der Magen oftmals belastet. Tests ergaben, dass die Verwendung von Hagebutten sich auch beruhigend auf den Magen auswirkt. Ebenfalls hat Hagebuttenpulver eine beruhigende Wirkung auf die Leber.

Gelenkschmerzen und Knorpelbildung

Das schon erwähnte Galaktolipid eignet sich besonders zur Behandlung von Gelenkschmerzen und der Knorpelbildung. Der Wirkstoff bindet freie Radikale und wirkt in den Zellen des Körpers. Er stabilisiert die Zellmembran und fördert die Bildung von Knorpel. Galaktolipid stellt ebenfalls sicher, dass der Knorpel nicht zerfällt.

Anwendung bei Rheuma

Personen mit Rheuma leiden an einer Gelenkentzündung, von der Muskeln, Sehnen und Knochen betroffen sind. Hagebuttenpulver eignet sich durch das Galaktolipid somit auch zur Linderung von Rheuma. Da durch Entzündungen der CRP-Wert ansteigt, wird dieser durch das Pulver gesenkt und die Entzündung gelindert. CRP ist ein natürliches Hormon, das in der Leber gebildet wird. CRP bekämpft Entzündungen und seine Höhe ist ein Indikator für die Intensität einer Entzündung.

Hagebuttenpulver gegen Erkältung

Durch den hohen Vitamingehalt des Hagebuttenpulvers eignet es sich besonders gut gegen Erkältungen. Das Pulver kann in konzentrierter Form verwendet werden. Erkältungen klingen dann schneller ab.

Anwendung bei Herz- und Kreislauferkrankungen

Liegt eine Erkrankung des Herz- und Kreislaufsystems vor, sind von diesem Krankheitsbild in erster Linie die Blutgefäße betroffen. Cholesterin bewirkt Ablagerungen, die zur Verengung der Blutadern führen. Als Folge kann der Blutdruck ansteigen. Hagebuttenpulver wirkt sich auch hier durch seinen großen Gehalt an Vitamin C positiv auf Herz- und Kreislauferkrankungen aus. Das Pulver ist zudem schonend und hat fast keine Nebenwirkungen.

➜➜➜ Lesetipp Hagebutten senken den Blutdruck

Anwendung bei Arthritis und Arthrose

Eine Arthritis tritt temorär als Gelenkentzündung auf und wird von Rötungen und Schmerzen begleitet. Hagebuttenpulver kann auch einer Arthritis vorbeugen und bei Entzündungen verwendet werden. Es gewährleistet eine schnellere Heilung.

Eine Arthrose ist nicht heilbar und kann sogar zu einer Behinderung führen. Bei diesem Krankheitsbild wird körpereigener Knorpel stark in Mitleidenschaft gezogen, was zur Versteifung von Gelenken führt. Hagebuttenpulver kann bei Arthrose Schmerzen lindern und akute Entzündungen heilen.

Hagebuttenpulver zur Stärkung des Immunsystems

Ein Mangel an Vitamin C führt zur Schädigung des Immunsystems. Wird Hagebuttenpulver eingenommen, wird dem Körper wieder viel Vitamin C zugeführt und kann aufgrund seiner hohen Konzentration das Immunsystem stärken. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Körper ohnehin schon gestresst und das Immunsystem angeschlagen ist. Da es sich um ein natürliches Mittel handelt, darf das Pulver auch von Personen angewendet werden, die in der Vergangenheit auf andere chemische Mittel empfindlich reagiert hatten. Ebenso können Erkältungen und Bronchitis durch Hagebuttenpulver bekämpft werden. Daneben eignet sich das Pulver zur Vorbeugung und es lassen sich Symtome, wie Abwehrschwäche, Blässe oder chronische Müdigkeit mildern. Der Körper wird generell wieder vitaler und das Allgemeinbefinden steigert sich wieder.

Verwendung gegen Arteriosklerose

Die Arteriosklerose bewirkt eine Verkalkung menschlicher Blutgefäße. Dieses Krankheitsbild sorgt dafür, dass sich Kalk und Cholesterin in Blutadern ablagern. Dadurch kann sauerstoffreiches Blut nicht mehr richtig transportiert werden und es besteht die Gefahr, dass sich eine Arterie nach einer gewissen Zeit vollständig verschließt. Die Folgeerkrankungen können Herzinfarkte, Thrombosen oder Schlaganfälle sein. Die Substanz Galaktolipid sorgt hier wieder für die positive Wirkung des Hagebuttenpulvers. Es verringert Ablagerungen und mildert gleichzeitig Entzündungen.

Anwendung bei Nierenerkrankungen

Liegt eine Erkrankung der Nieren vor, müssen diese gut durchgespült werden. Hilfreich ist, viel zu trinken, wodurch abgestorbene Zellen sowie Bakterien und Schadstoffe ausgeschieden werden können. Zum Trinken empfiehlt sich zunächst Wasser. Besser eignet sich jedoch Hagebuttentee, der zu einer schnellen Heilung einer Erkrankung der Niere beiträgt. Es reicht aus, täglich etwa drei bis vier Tassen Hagebuttentee zu trinken, damit die entsprechende Wirkung eintritt.

Äußerliche Anwendung der Hagebutte bei Hauterkrankungen

Generell wird Hagebuttentee oral entweder pur oder mit Wasser vermischt, eingenommen. Daneben kann es auch mit Lebensmitteln vermischt werden.

Bei der Haut handelt es sich um das größte menschliche Organ, weshalb Hagebutte auch auf die Haut aufgetragen werden kann. Hierzu eignet sich besonders Hagebuttenöl, das zur Linderung akuter Probleme der Haut verwendet werden kann. Neben trockenen Stellen, Neurodermitis, Falten oder Schuppenflechte, eignet sich ein Öl zur Linderung aller Hautprobleme. Gelindert werden Symptome wie Spannungen, Rötungen, Schwellungen, Juckreiz.

Hagebuttenöl hat sich zur äußerlichen bewährt und eignet sich neben der allgemeinen Hautpflege auch zur Therapie von Hautunreinheiten oder der Linderung von Falten. Hagebuttenöl hat in der der Anti Aging Medizin einen Platz gefunden, weil es nachweisbar die vorzeitige Hautalterung verringert und die Haut wie ein Schutzfilm gegen schädliche Umwelteinflüsse von außen schützt.

Hagebutte kann auch zur Heilung von Narben und Sonnenbrand verwendet werden. Ebenso können allergische Reaktionen, Schwellungen, Juckreiz oder Mückenstiche versorgt werden.

Hagebuttenpulver als Verwendung bei Infektionen der Harnwege

Nicht nur Arthrose, sondern auch Harnwegsinfektionen können durch Hagebutte gelindert werden. Die Blase muss regelmäßig gespült werden, damit Vereiterungen und Bakterien verschwinden. Wird das zum Spülen verwendete Wasser zusammen mit Hagebuttenpulver verwendet, ist die antibakterielle Wirkung noch stärker. Die Verwendung von Hagebuttenpulver bewirkt eine direkte Bekämpfung möglicher Infektionen und eine Steigerung der Abwehrkräfte. Hagebutten haben zudem eine entwässernde Wirkung, weshalb sie sich besonders gut zur Bekämpfung von Infektionen eignen.

Wie wende ich Hagebuttenpulver an?

Das Pulver wird, abgesehen von seiner Verwendung als Öl für die Haut, oral eingenommen. Es löst sich jedoch nicht im Wasser oder anderen Flüssigkeiten auf. Deshalb sollte es in andere Speisen wie zum Beispiel Joghurt, Müsli oder Apfelmus eingerührt und dann verzehrt werden. Das Pulver selbst hat einen leicht „erdigen“ aber dennoch angenehmen Geschmack. Am besten eignet es sich zum Einrühren in Fruchtmuse. Hierfür reicht normalerweise ein Teelöffel Pulver auf drei Esslöffel Apfelmus.

Um Verstopfungen zu vermeiden, sollte man einen leicht gehäuften Teelöffel Pulver auf ein Glas verwenden. Damit das Hagebuttenpulver gut einweichen kann, sollte das Glas noch etwa zehn Minuten stehen gelassen und währenddessen mehrmals umgerührt werden. Grobe Stücke können herausgenommen werden. Daneben kann das Pulver in Müslis, Joghurts oder Smoothies gerührt werden. Zudem ist eine dauerhafte Verwendung des Pulvers möglich. Unerwünschte Nebenwirkungen sind nicht bekannt und es kommt nur in ganz seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen. Allerdings sollte bei einer längeren Verwendung nach etwa sechs Monaten eine Pause eingelegt werden. Das Pulver sollte möglichst zügig aufgebraucht werden. Es kann, je nach Bedarf, sogar in das Gefrierfach gelegt werden.

Wird Hagebuttenpulver in einen Saft eingerührt, löst es sich zwar nicht auf, verfügt aber über einen angenehmen Geschmack. Allerdings kann das Pulver nicht zusammen mit heißen Getränken getrunken werden, da die Inhaltsstoffe bei hohen Temperaturen zerstört werden. Wer das Pulver einfacher dosieren möchte oder wem es vielleicht nicht schmeckt, kann auf Kapseln zurückgreifen. Eine Kapsel enthält meist etwa 500 mg Hagebuttenpulver. Kapseln können am besten zusammen mit Mahlzeiten eingenommen werden.

Um Beschwerden des Magen-Darm-Traktes durch die im Hagebuttenpulver enthaltenen Ballaststoffe vorzubeugen, sollte nach der Einnahme Flüssigkeit getrunken werden. Die Einnahme sollte zu den Mahlzeiten erfolgen oder wie beschrieben mit den Mahlzeiten selbst. Allerdings ist auch die Einnahme unabhängig von Mahlzeiten unproblematisch. Eine Einnahme sollte zu anderen Medikamenten jedoch zeitlich verschoben erfolgen, damit Störungen bei Aufnahme der anderen Medikamente in den Blutkreislauf ausgeschlossen werden.

Keine Verwendung des Pulvers als Tee

Der Wirkstoff Galaktolipid ist fettlöslich und geht bei einer Verwendung als Hagebuttentee nicht in die Teephase über. Somit ist die entsprechende entzündungshemmende Wirkung von einem Hagebuttentee nicht zu erwarten. Der wichtige Stoff Galaktolipid wird zudem bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius zerstört. Hagebuttenpulver ist daher nicht zur Einnahme als Tee oder einer anderen heißen Flüssigkeit geeignet.

Richtige Dosierung von Hagebuttenpulver

Zur Dosierung gibt es offenbar unterschiedliche Erfahrungen und Empfehlungen. Grundsätzlich sollte man sich bei einer richtigen Dosierung an die auf der Verpackung gemachten Angaben halten. Diese können jedoch deutlich variieren, da die einzelnen Produkte nicht standardisiert sind. Je nachdem, woher das Pulver kommt und auf welche Art es verarbeitet wurde, kann es in Bezug auf Art und Menge unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen.

Erfolgte schon die Trockung und anschließende Weiterverarbeitung über 40 Grad Celsius, gehen schon im Vorfeld wichtige Inhaltsstoffe verloren oder weisen nur noch eine wesentlich geringere Konzentration auf. Studien mit einem bestimmten Hagebuttenpulver, das von der dänischen Insel Langeland stammte, führten zu dem Ergebnis, dass die dort wachsenden Hagebutten ein spezielles charakteristisches Spektrum von Inhalten aufwiesen. Die dort gewachsene Hagebutte wurde nach der Ernte schonend getrocknet und unter 40 Grad weiterverarbeitet. Für das Pulver aus Dänemark wurde eine beispielhafte Tagesdosis von 2 x 5 Gramm ausgewählt, die nach etwa einem Monat auf 1 x 5 Gramm reduziert werden kann.

Hagebuttenpulver für Tiere

Hagebuttenpulver wird auch bei Tieren wie Pferden, Katzen oder Hunden verwendet. Meistens decken sich die Einsatzbereiche bei Tieren mit denen von Menschen. Hagebuttenpulver erzielt die Stärkung des Immunsystems und fördert die Beweglichkeit von Gelenken. Studien zeigten, dass Hagebuttenpulver bei Tieren einen vergleichbaren Effekt wie bei Menschen aufweist, wobei das im Hagebuttenpulver enthaltene Vitamin C auch hier wieder eine entscheidende Rolle spielt.

Kauf von Hagebuttenpulver

Die unterschiedlichsten Präparate finden sich in fast allen Läden, die über ein Angebot von Nahrungsergänzungsmitteln verfügen. Das Fachwissen um die Wirkung von Hagebuttenpulver gilt mittlerweile als weitgehend etabliert. Folglich gibt es eine Vielzahl verschiedener Produzenten und Anbieter.

Bekannte, einschlägige Drogerieketten führen in der Regel eine große Auswahl verschiedener Pulver und teilweise auch anderer Produkte aus Hagebutte. Die wesentlichen Qualitätskriterien sind Herkunft, Bestandteile für die Verwendung des Pulvers, die Art der Trockung und ihre anschließende weitere Verarbeitung.

Durch diese Anhaltspunkte entscheidet sich auch, welche Inhalte die Pulver haben. Je nach Standort variieren die Inhaltsstoffe durch unterschiedliche Konzentrationen. Wichtig ist zunächst, das Erntegebiet zu ermitteln. Hinzu kommt der Zeitpunkt der Ernte und natürlich die weitere Verarbeitung der Hagebutte. Zu fragen ist, ob auch die Kerne der Hagebutte oder lediglich die Schale verarbeitet wurden. Weiterhin ist zu klären, wie die Früchte anschließend getrocknet wurden und ob die Temperaturgrenze von 40 Grad Celsius beachtet wurde.

Hagebuttenpulver sollten Angaben über Herkunft, verarbeitete Bestandteile und die Verarbeitungsbedingungen enthalten. Fehlen diese, sollten weitere Informationen eingeholt werden. Sollte auch dies nicht möglich sein, dann sollte ein anderes Produkt mit einer höheren Transparenz gewählt werden.

Hagebuttenpulver selber herstellen

Die Ernte der Hagebutte beginnt im September und reicht in den Winter hinein. Bei Temperaturen von unter Null Grad Celsius bilden die Scheinfrüchte vermehrt Zucker. Sie bekommt so einen leicht süßlichen Geschmack. Erfolgte die Ernte der Hagebutten bevor es den ersten Frost gab, können können sie kurzzeitig im Gefrierfach des Kühlschranks gelagert werden.

Bei der Herstellung von Hagebuttenpulver geht man wie folgt vor: Zunächst werden die Fruchtschalen und Kerne verarbeitet. Hierfür wird die Hagebutte längst aufgeschnitten und Blüten, Stielansatz oder ggf. Kerne entfernt. Die Früchte werden gewaschen, um die Härchen abzulösen. Anschließend werden die Flüchte auf einem Tuch ausgebreitet und mindestens zwei Tage getrocknet. Die Trocknung kann auch im Backofen erfolgen. Dann ist allerdings wieder zu beachten, dass Temperaturen von über 40 Grad Celsius vermieden werden.

Die Hagebutten werden anschließend mit einem Mixer oder Pürierstab weiter zerkleinert. Auch hier ist darauf zu achten, dass Temperaturen von über 40 Grad vermieden werden. Gegebenenfalls kann das Zermahlen des Pulvers in mehreren Durchgängen erfolgen, bis es die richtige Größe erhalten hat. Das Pulver wird anschließend in ein geöffnetes Glas gefüllt, um dort weiter zu trocknen. Die Lagerung sollte möglichst lichtgeschützt und trocken erfolgen. Zudem sollte die Trocknung schnell erfolgen, damit sich kein Schimmel bildet. Es ist auch möglich, das Pulver in mehreren Portionen einzufrieren, um es dann bei Bedarf aufzutauen.